Danke, dass Sie sich für unser Projekt interessieren – willkommen bei Blühendes Bergisch Gladbach!

ZIEL​

Biodiversität ist unser Ziel. Wir wollen in unserer Gegend mehr für eine grössere Artenvielfalt tun. Spätestens seit der Krefelder Studie ist das Insektensterben in das Bewusstsein der meisten Menschen hier gerückt. Wir verteilen Saatgut, mit dem das Nahrungsangebot für Insekten verbessert werden soll. Zum einen verbreitet die Vielfalt der Blüten dem Betrachter Freude, wichtiger aber noch ist die Erweiterung des Angebotes an Pollen- und Nektarspendern für Schmetterlinge und Wildbienen. Da Insekten die Nahrungsgrundlage für viele Vögel, für Igel und für Fledermäuse sind, fördern wir mit dem unteren Ende der Nahrungskette auch viele andere Tiere.

Das Wissenschaftsmagazin Spektrum veröffentlichte einen neuen Artikel zum Insektensterben weltweit. Der globale Insektenzusammenbruch“
Das Thema ist nicht neu. Schon 1962 schrieb Rachel Carson das Buch „Silent Spring“ „Stummer Frühling“ das letztlich zum Verbot von DDT führte.
Das Problem ist komplex. Entomologen aus Krefeld fordern kein Verbot von Glyphosat, weil sie nicht wissen, was uns danach als Ersatz auf die Felder gespritzt wird.     Ein kleiner guter Ansatz ist die Kooperation mit Landwirten im Franz-Projekt.
Vielleicht muss einer der großen Diskounter seinen Kunden Nahrungsmittel anbieten, die die von der EU vorgegebenen Grenzwerte für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln um die Hälfte unterschreiten, also deutlich weniger Gifte enthalten als heute noch erlaubt. Dann hat der Verbraucher die Wahl.
Vielleicht sollten wir uns dafür einsetzen, dass die Agrarsubventionen anders verteilt werden. Gut recherchiert hat das Thema ein Team vom ZDF.

AKTUELLES

 

Am 12.2.2020 um 11h auf der Lenawiese Auszeichnung zum UN-Dekade Projekt biologische Vielfalt.
Vielen DANK an alle Aktiven und alle, die noch aktiv werden wollen. Die Auszeichnung gilt Ihnen!

Warum Sie Ihren Garten jetzt nicht aufräumen sollten, sehen Sie hier !

Pflege eine Blühwiese:
Erstmal stehen lassen. Saum- und Blühmischungen werden generell nur einmal pro Jahr im Spätherbst gemäht. Will man Insekten ein Winterquartier in hohlen Stängeln oder Vögeln Samenstände als Nahrung bieten, wartet man mit dem Abmähen bis kurz vor dem Neuaustrieb zwischen April und Anfang Mai. Die Ausnahme: Anhal­tende Frühjahrstrockenheit, z.B. nach einer Ansaat im März, kann die Keimung und Ent­wicklung der Ansaat verzögern. In diesem Fall ist Geduld gefragt.  Das sagen die Experten, hier clicken.

Wenn Sie Vögel in Ihrem Garten beobachten, finden Sie hier eine Bestimmungshilfe.

 


Chronologie Wildbienenpark

Am Freitag, den 16.3.18 um 12h in Lückerath, Am Pützchen trafen sich der Bürgermeister, der Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach,  der Obst- und Gartenbauverein Refrath e.V. von 1929, die Lebenshilfe, die Bürgergemeinschaft Bergisch Gladbach Raum – Lückerath und machten gemeinsam den ersten Spatenstich für den ersten Wildbienenpark. Bilder von Anton Luhr unten in der Galerie.

Am Dienstag, den 15.5.18 um 10h wurde auf der Lenawiese (Ecke Am Fürstenbrünnchen / Am Pützchen in Lückerath) mit einem Vertreter des Landschaftsschutzes leider noch nicht entschieden, wie der Wildbienenpark realisiert werden kann. Es sieht so aus, dass durch ein Umbrechverbot die Wiese nicht in eine Blumenwiese umgewandelt werden kann.

 Am Mittwoch, den 4.7.18 um 15h fand im Kreishaus ein Treffen mit Landrat Stephan Santelmann Michael Flaig von der Landschaftsschutzbehörde statt. Es wurden konstruktive Vorschläge erarbeitet, wie die Lenawiese im Einklang mit dem Landschaftsschutz in einen Wildbienenpark umgewandelt werden kann.

Am Samstag, den 10.11.18 haben Freiwillige vom Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach, vom Obst- und Gartenbauverein Refrath unter der tätigen Anleitung von Oliver Fink von der Baumschule Becker Büsche und Weiden gepflanzt und das in strömendem Regen.

Am Mittwoch, den 20.3.19 hat Michael van Elst von Gut Lerbach mit einem Grubber die von der Landschaftsschutzbehörde genehmigten Blühstreifen gegrubbert.

Am Mittwoch, den 27.3.19 haben Mitarbeiter der Lebenshilfe Steine aus den Flächen gesammelt, damit diese gefräst werden kann.

Am Samstag, den 30.3.19 hat Oliver Fink von der Baumschule Becker die Blühstreifen mit seiner Fräse bearbeitet und in ein „feinkrümeliges Saatbeet“ verwandelt.

Am Montag, den 13.05.19 haben Mitglieder der Lebenshilfe, ein Vertreter der Bürgergemeinschaft Lückerath und 3 Schüler der AG „Wir retten Bergisch Gladbach“ von der Nelson Mandela Gesamtschule die Blühstreifen mit „Bergischem Blütenmeer“ eingesät.

Allen, die geholfen haben, ein herzliches Dankeschön!

DANK

Besonderer Dank geht an Michael Melchior, der mit seiner Initiative in Oberodenthal Vorbild war und viele Hilfestellungen gegeben hat.

Die Victor-Rolff-Stiftung war unser erster Sponsor. Vielen DANK dafür!

Ebenso Dank an Frau Heydenreich vom Netzwerk Blühende Landschaft deren Ratschläge und Kontakte uns weitergeholfen haben.

Ein herzliches Dankeschön auch an Roswitha und Erich Bethe, die spontan sofort zugesagt haben, über ihre Stiftung alle Spenden bis 31.5.2018 zu verdoppeln.

Dank auch an Bürgermeister Lutz Urbach, der mit praktischen Ideen und der Einbindung weiterer Projektpartner geholfen hat.

Danke an die Mitarbeiter der Lebenshilfe in Refrath, die ganz wunderbar all die Samenmischungen abgewogen und mit den Anleitungen verpackt haben.

Danke auch an die Aktiven im Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach, vor allem den Vorstand und dem Kassierer, die mithelfen, das Projekt weiter voranzubringen!

Tipps für Nachahmer

Für alle, die ein solches Projekt auch in ihrer Gegend starten wollen:
erst braucht es einen Menschen, der/die für diese Idee brennt und mit der eigenen Begeisterung andere anstecken kann.
Dann braucht es Mitstreiter, weil es schnell zu viel Arbeit für einen Menschen wird.
Wir haben hier erst Sponsoren gesucht und gefunden, bei Stiftungen,

Geldinstituten, Firmen für eine Finanzierung des Projektes geworben.
Mit dem Geld haben wir lokales Saatgut gekauft, verpackt und verschenkt.
Beim Start waren Bürgermeister, Landrat und die Medien dabei. Das Thema ist im Moment in aller Munde, aber man muss sich immer wieder Aktionen einfallen lassen, damit das Projekt sich weiterentwickeln kann.

UNSERE STADT DECKT DEN BIENEN DEN TISCH.

JEDE BLÜTE ZÄHLT!

Das ist der Gedanke, der dahinter steht:

Wissenschaftler haben in Feldversuchen gemessen, dass die Menge der Insekten seit 1982 um 80% zurückgegangen ist.

Das schreiben die TAGESSCHAU, die NZZ, DIE ZEIT dazu.

Mit den Insekten schwindet auch die Nahrungsgrundlage für Vögel, Igel oder Fledermäuse. Es gibt zu wenig Blühstreifen.

Und genau das wollen wir mit Ihrer Hilfe ändern!

Wir wollen Bergisch Gladbach zur bienenfreundlichsten Stadt Deutschlands machen.

Über unsere Stadt und unseren Imkerverein haben wir eine Aktion gestartet, um Wildbienen und anderen Insekten wieder mehr Nahrung zu geben. Wir haben Geld gesammelt für eine größere Menge an Samentüten einer speziellen Bienenweide, die über den Imkerverein verteilt werden. Nächste Stufe ist die Förderung von Anpflanzungen von Büschen und Bäumen, die für Insekten wichtig sind.

Unsere erste Ehrenbürgerin Frau Bethe hat ihre Hilfe zugesagt.
Ebenso haben wir die volle Unterstützung von Bürgermeister Lutz Urbach.

Mit welcher ideellen oder finanziellen Unterstützung des Projektes von Ihrer Seite dürfen wir rechnen?

Wer Wir sind

Aktive aus dem Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach

Markus Bollen Tel: 02204 22220

Kostenlose Beratung für Ihren Garten über
Summende-Gaerten.de

Wir danken den Sponsoren!

Was Sie tun können

Wir freuen uns über alle Menschen, die die Idee weiter verbreiten.
Schaffen Sie Lebensraum und Nahrung für Bienen und Schmetterlinge.
Nutzen Sie unser Angebot, bereiten Sie ein Saatbeet vor und erhalten Sie von uns das passende Saatgut kostenlos.

Wir brauchen mehr bürgerschaftliches Engagement. Wer ist bereit, die Aktion auch finanziell zu unterstützen? Das Saatgut hat pro Tüte einen Wert zwischen 7.-  und 14. -Euro. Wenn viele die Aktion mit einer entsprechenden Spende unterstützen, kann sie weiterlaufen. Wer ist bereit,  sich in der Organisation mit zu engagieren?

Spenden an das Konto des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach
Bensberger Bank IBAN: DE 60 370 621 24 0101 28 3003
Stichwort: „BIENENWEIDE“
Oder spenden Sie online.

Hier finden Sie unter dem Punkt Wildbienenhilfe leicht gemacht Tipps und Listen von Futterpflanzen.
Hier noch Tipps aus der Süddeutschen Zeitung.

Hier eine Broschüre vom BUND Rotenburg über Wildbienen mit sehr guten Anleitungen für Nisthilfen und Listen von Futterpflanzen.

Kurzanleitung zur Anlage einer Blumenwiese

Saatbeet bitte im Abstand von 2-4 Wochen 2x gründlich mit einer Fräse durcharbeiten oder umgraben. Quecken heraus sammeln. Einsaat Ende März bis Anfang Mai, gut anwalzen, sonst keimt gar nichts.

Säume, Blühende Landschaft und Feldblumenmischung bleiben bis April stehen.  Die Pflanzenstengel nutzen Insekten zur Überwinterung. Mähen nach der Samenreife. Feldblumenmischung muss im 2. Jahr untergefräst und neu angesät werden.

Wiesen müssen 3x im Jahr gemäht werden – zur Margaritenblüte ! Am besten erst in Streifen einen Teil, 2 Wochen später den anderen Teil. Sense oder Mähbalken sind am schonendsten. Mahdgut nach einer Woche abräumen, Blumen gedeihen am besten auf magerem Boden!!

Tipps eines Imkers

Anlegen einer Blumenwiese

Referat von Gärtnermeister Adolf Zirden

Warum lege ich eine Blumenwiese an?
Wie gehe ich vor?
Welche Saatmischungen sollte man nehmen?

Saatgut erhalten Sie hier:

Hier finden Sie Namen und Adressen der an der Verteilaktion teilnehmenden Geschäfte .  Jetzt geht es wieder los!
Geschäfte, die noch Saatgut verteilten möchten, können sich gerne an uns wenden und Saatgut abgepackt für 10qm mit Anleitung in Bensberg abholen.
Wenn Sie noch Geschäften kennen, die Samentüten verteilen möchten, schicken Sie uns gerne eine Nachricht.

In Bensberg:
Adler-Apotheke   Schloßstraße 72
Bioladen   Ecke Falltorstr./Kölner Str.
Buchhandlung Funk    Schloßstraße 71
Café Kroppenberg    Eichelstraße 13 – 15
Evangelische Kirche   Im Bungert  3
Heimatmuseum  Burggraben 9-21
Parkklinik Schloss Bensberg   Im Schloßpark 1
Waldinformationszentrum Steinhaus     Moitzfeld Königsforst

In Refrath:
Bestattungshaus Koziol   Vürfelser Kaule 53
Café Credo  Kirchplatz
Naturkost Refrath    
Dolmanstraße 6-10
BBBank     Burgplatz 6
Blumenladen Ludemann    Siebenmorgen 24
Buchhandlung 7Morgen  Peter-Bürling-Platz
Baumschule Becker    Bernhard-Eyberg-Strasse

In Bergisch Gladbach Zentrum:
VHS Buchmühlenstraße 12
Kräuterhaus und Drogerie Schad      Hauptstraße 211
Hirsch-Apotheke      Hauptstraße 245
in-gl.  Coworkingspace Hauptstraße 257
FußART   Hauptstr. 53

In Paffrath:
Bestattungshaus Koziol   Paffrather Straße 202

Apotheke Rudolf Pick    Nussbaumer Straße 5
Mop‘n Roll         Kempener Str. 33
Cap-Markt-Paffrath      Neue Nussbaumerstr. 2   
Napfputzer       Paffrather Strasse 128

In Schildgen:
Fa. Daume, Kempener Str. 235-241
Himmel un Ääd e.V.,  Altenberger-Dom-Str. 125
Nähgalerie Dinter,  Altenberger – Dom – Str.175

In Romaney:
Geflügelhof Steffens       Kuckelberg 2

In Kürten:
Choco Lounge  Eva Oelze Unterbörsch 60

In Herkenrath:
futterKonzept, Strassen 113a

Was wir noch suchen

Wir brauchen mehr bürgerschaftliches Engagement. Wer ist bereit, die Aktion auch finanziell zu unterstützen? Das Saatgut hat pro Tüte einen Wert zwischen 7.-  und 14. -Euro. Wenn viele die Aktion mit einer entsprechenden Spende unterstützen, kann sie weiterlaufen. Hier die Bankverbindung: Bienenzuchtverein GL
Bensberger Bank    IBAN:DE38 37062124 0101283011   BIC: GENODED 1BGL

Wer ist bereit,  sich in der Organisation mit zu engagieren? Wer kann mithelfen, die abgepackten Saatguttüten zu verteilen?

Dankbar wären wir für einen entscheidenden Kontakt zur KVB,
damit auch entlang der Gleise Blühstreifen angelegt werden.
Wer hat Kontakt zu Landwirten, damit es auf Wiesen mehr blüht?

Wer hat gute Erfahrungen mit Wandbegrünungen gemacht?
Die Vertikale kommt als nächstes dran!

Was der Kreis / die Stadt schon erreicht haben

Projekte vom Rheinisch Bergischen Kreis:

Projekt: Bergisches Saatgut für Bergische Vielfalt

Die Artenvielfalt im landwirtschaftlich geprägten Offenland des Bergischen Landes ist seit Jahren rückläufig. Bereits seit geraumer Zeit werden daher Handlungskonzepte zur Wiederanreicherung von stark verarmten Offenlandflächen diskutiert. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass aktuell kein aus dem Samenpool bergischer Wildkrautarten gewonnenes Saatgut zu beziehen ist. Um dies zu ändern wurde dieses Projekt von den Biologischen Stationen Mittlere Wupper, Rhein-Berg und Oberberg sowie vom Naturpark Bergisches Land ins Leben gerufen. Es sollen autochthone Wildkrautarten aus dem genetischen Pool von Mutterpflanzen aus dem Bergischen Land zum dauerhaften Vertrieb gezogen und vermehrt werden. Dieses Projekt wird durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) gefördert.

 

Projekt: Bienen, Blüten und Begegnung

Im Rahmen des vom Landschaftsverband Rheinland im Rahmen des Netzwerks Kulturlandschaft geförderten Projekts Bienen, Blüten und Begegnung beraten die Biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg zwei Dörfer im Rheinisch-Bergischen Kreis und zwei Dörfer im Oberbergischen Kreis, wie sie die Artenvielfalt in ihren Dörfern erhalten und fördern können. Dabei geht es nicht nur um den Schutz von Insekten, wie der Name vielleicht nahelegt, vielmehr geht es um die gesamte Artenvielfalt in Dörfern. Denn gerade Dörfer bieten mit ihren vielfältigen Strukturen ideale Lebensräume für eine Vielzahl an Lebewesen.

Link: https://www.biostation-rhein-berg.de/projekte/bienen-bl%C3%BCten-begegnung/

 

LEADER-Projekt: Bergisches Blütenmee(h)r

Da das Thema Insektenschutz immer mehr Menschen bewegt, bietet sich bei der Frage „Was kann ich tun?“ an erster Stelle die Anlage von artenreichen Blumenwiesen an. Gerade hierbei gibt es Einiges zu beachten, um auch nachhaltig heimische Insekten zu schützen. Im Rahmen des Projektes „Bergisches Blütenmee(h)r“ der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft BAK werden interessierte Dorfgemeinschaften, Schulen, Kitas und andere in Workshops und an Aktionstagen über die richtige Anlage, Pflege und den Erhalt von Blumenwiesen beraten und informiert.

Die bei uns lebenden Insekten sind regional an die heimische Pflanzenwelt angepasst. Die Pflanzenwelt wiederum ist an die Standortbedingungen angepasst und weist je nach Region genetische Unterschiede auf. Darüber hinaus überwintern und nisten viele Insekten im Boden. Ein jährlicher Umbruch sollte deshalb vermieden werden. Aus diesem Grund werden im Projekt Saatguttütchen mit einer speziell für das Bergische Land zusammengestellten mehrjährigen Saatgutmischung verteilt. Nur solches Saatgut kann nachhaltig dabei helfen, unsere heimische Insektenwelt zu schützen.

 

Der Rheinisch-Bergische Kreis setzt sich gemeinsam mit der Biologischen Station Rhein-Berg für die Anlage, Wiederherstellung und Pflege naturnaher Lebensräume im Rheinisch-Bergischen Kreis ein. Grundlage hierfür ist das Landesnaturschutzgesetz NRW und wesentliches Instrument zur Umsetzung der örtlichen Erfordernisse des Naturschutzes und der Landschaftspflege ist die Landschaftsplanung. Der Rheinisch-Bergischen Kreis hat flächendeckend im gesamten Kreisgebiet Landschaftspläne aufgestellt. Als verlängerter Arm der Naturschutzbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises führt die Biologische Station Rhein-Berg u. a. die Landschaftsplanumsetzung im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung im gesamten Kreisgebiet durch.

Daraus ergeben sich nachfolgende Tätigkeitsschwerpunkte der Kreisverwaltung und der Biologischen Station Rhein-Berg:

  • Landschaftspflege- und Artenschutzmaßnahmen
    • Im Rahmen der Landschaftsplanumsetzung werden kontinuierlich auf die jeweiligen Biotoptypen angepasste Landschaftspflege- und Artenschutzmaßnahmen umgesetzt. Dadurch konnten bereits diverse Naturschutzgebiete naturschutzfachlich und somit auch für die Insektenfauna aufgewertet werden.
    • Darüber hinaus werden durch spezielle Artenschutzmaßnahmen die Lebensräume, bspw. die der Gelbbauchunke oder des Eisvogels, geschützt und ebenfalls aufgewertet. Durch durchgeführte Kartierungen von verschiedenen Arten, wie beispielsweise von Schwalben und Amphibien, besteht ein Überblick der zu schützenden heimischen Fauna für die alltägliche Arbeit im Artenschutz. Es bestehen dauerhafte Projekte zum Amphibienschutz sowie zum Schutz von Wespen inklusive Hornissen, Wildbienen inklusive Hummeln und Waldameisen, wo sich für den Schutz der Fauna eingesetzt wird. Weiterhin erscheint jährlich ein Flyer zum Thema Artenschutz im Bergischen, so werden den Bürger/innen einzelne Artengruppen, wie beispielsweise Hornissen, Hummeln und Orchideen vorgestellt und somit ein Bewusstsein für die heimische Fauna und letztendlich die Biodiversität geschaffen.  
  • Vertragsnaturschutz
    • Hier wird die Möglichkeit geschaffen, wertvolle Biotoptypen und Lebensräume für seltene und gefährdete Arten im Rheinisch-Bergischen Kreis zu erhalten, zu entwickeln und wieder herzustellen sowie gleichzeitig der Landwirtschaft einen finanziellen Ausgleich für die Erschwernisse bei der naturschutzangepassten Landbewirtschaftung zu ermöglichen.
    • Das Flächenvolumen des Vertragsnaturschutzes hat im Rheinisch-Bergischen Kreis stetig zugenommen. Seit 2015 ist der Flächenanteil von 170 auf nunmehr ca. 750 ha angewachsen und wird voraussichtlich weiterhin wachsen. Von der naturschutzangepassten Landbewirtschaftung im Rahmen des Vertragsnaturschutzes profitiert nicht zuletzt die heimische Insektenfauna. Dazu zählen u. a. die Wildbienen.
  • Wiesenprojekt
    • In gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Oberbergischen Kreis erfolgt das „Wiesenprojekt“ zur Entwicklung und Wiederherstellung artenreicher Grünlandflächen. Das Ziel des gemeinschaftlichen Projektes ist die spezifische Aufwertung von verarmten Grün- und Offenland-Lebensräumen durch die Wiederansiedlung ursprünglich vorhandener, grünlandtypischer Pflanzenarten auf Grünlandflächen in Naturschutzgebieten, auf Vertragsnaturschutzflächen sowie auf weiteren geeigneten Flächen. Das hierzu notwendige regionale Wiesen-Samenmaterial wird dazu manuell und maschinell auf artenreichen Grün- und Offenlandflächen im Bergischen Land gewonnen und auf geeigneten Standorten ausgebracht. Hiervon profitiert ebenfalls insbesondere die heimische Insektenfauna.

Neben den o . g. Maßnahmen wurde für den Erhalt der Biodiversität und der vielfältigen Kulturlandschaft im Bergischen Land das Projekt „Modellregion Landwirtschaft und Naturschutz – Bergisches Land“ ins Leben gerufen. In diesem Rahmen streben die Partner und Unterstützer der Modellregion Landwirtschaft und Naturschutz – Bergisches Land seit 2016 eine für das Land Nordrhein-Westfalen beispielhafte Zusammenarbeit für den Erhalt der Biodiversität und einer vielfältigen Kulturlandschaft im Oberbergischen Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis an. Inhalt des Kooperationsprojektes sind u. a gegenseitige Schulungen und Wissenstransfer. Anfang 2018 fanden sich die Partner der Modellregion aus aktuellem Anlass zu einer Schulung rund um das Thema „Insektensterben“ mit den Vertretern des Oberbergischen Kreises und des Rheinisch-Bergischen Kreises zusammen. Hier wurden die Ergebnisse der Studie des Entomologischen Vereins Krefeld für die untersuchten Standorte innerhalb der Modellregion präsentiert. Die Partner verfolgen das Thema weiter und werden gemeinsame Strategien entwickeln, um dem Insektensterben entgegenzutreten.

Weitere Informationen zu o. g. Themen und Projekten finden Sie auf der Homepage der Biologischen Station Rhein-Berg:

https://www.biostation-rhein-berg.de/

Alle Angaben von Michael Flaig Kreishaus
Amt für Planung und Landschaftsschutz – Untere Naturschutzbehörde –

Anregungen / Kritik / Fragen / Vorschläge


Bildergalerie

Hier kommen Ihre Bilder der schönsten Blumenwiesen und Bienenweiden hin.

Karte

Wer will, kann später hier den Standort seiner Bienenweide eintragen.